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Vermögen bezeichnet im weitesten Sinne die Gesamtheit aller Güter, materieller und immaterieller Art, die das Eigentum einer Person oder Körperschaft bilden.

Vermögen - Betriebswirtschaftliche SichtBearbeiten

Betriebswirtschaftlich unterscheidet man zwischen Anlage- und Umlaufvermögen sowie geistigem Eigentum. Gemeinsam bilden diese Posten die Aktivseite der Bilanz und stehen dort den Forderungen gegenüber.

Das Betriebsvermögen im Sinne der Unternehmensbewertung umfasst zudem zusätzlich das Humankapital und den Goodwill. Das Humankapital beschreibt dabei das Potenzial der Mitarbeiter und deren Beitrag zum Unternehmensvermögen. Der Goodwill ist der Unternehmenswert und entspricht der Summe, welche ein Käufer bereit ist, über das rein bilanzielle Vermögen hinaus für den Erwerb des Unternehmens zu zahlen.

Vermögen - Volkswirtschaftliche SichtBearbeiten

Das Vermögen einer Volkswirtschaft misst sich durch Addition aller Reinvermögen. Ein Reinvermögen beschreibt dabei den Saldo aus Gesamtvermögen und bestehenden Verbindlichkeiten. Diese Rechnung wird häufig für einzelne Branchen bzw. Sektoren vorgenommen und bildet in ihrer Summe das Vermögen der gesamten Volkswirtschaft.

VermögenswerteBearbeiten

Die verschiedenen Arten von Vermögen bezeichnet man als Vermögenswerte. Klassische Vermögenswerte sind Bankguthaben, Eigenheime und Aktien. Unterteilt wird dabei primär zwischen finanziellem Vermögen, wie dem Bankguthaben, und realem Vermögen, wie Immobilien und anderen Sachanlagen.

Siehe auch: Sachwerte als Geldanlage

Staatlicher Einfluss auf PrivatvermögenBearbeiten

Durch die Erhebung einer Vermögenssteuer nehmen Länder wie die Schweiz und die USA direkten Einfluss auf das Privatvermögen der Bevölkerung. In Deutschland wird eine solche Steuer seit 1997 nicht mehr erhoben. Da Vermögen langfristig eine Entlastung der Staatsausgaben für Rente und sonstige Zahlungen darstellt, fördert die deutsche Regierung die Vermögenssteigerung.

Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit VermögenBearbeiten

Zur Verwaltung oder Beratung hinsichtlich des Privatvermögens werden häufig Finanzdienstleister in Anspruch genommen. Solche Fachleute verwalten aktiv das Vermögen anderer und versuchen es ggf. durch geschickte Anlagen zu vermehren. Häufiger genutzt werden allerdings Vermögensberatungen [1], die bei steuerlichen und finanziellen Fragen, sowie Anlageoptionen beraten.

Vermögensverteilung in DeutschlandBearbeiten

Nach den letzten bekannten Messungen von 2012 wies Deutschland im Europavergleich die höchste Ungleichverteilung von Vermögen auf. Das Durchschnittsvermögen pro Bürger betrug 83.000 Euro, das Medianvermögen hingegen lediglich 17.000 Euro. In der Gruppe des reichsten Prozentes beträgt das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen sogar 800.000 Euro. Etwa 20 % der Bevölkerung besitzen gar kein Vermögen oder haben mehr Schulden als Vermögen.

Quellen / EinzelnachweiseBearbeiten

[1] http://www.bankstore24.de/vermoegensberatung