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Ein Haushalt repräsentiert in der Wirtschaftswelt die privaten Interessen der Menschen und Bürger eines Landes. Die Haushalte sind in ihrer Gesamtheit eine der drei Wirtschaftseinheiten, die mit den Unternehmen und den öffentlichen Instanzen interagieren.

Mikroökonomie Bearbeiten

Haushalte zeichnen sich im Rahmen der Mikroökonomie durch die Maximierung ihres Nutzens aus. Sie konsumieren Güter zu ihrer Eigenbedarfsdeckung. Unter der Annahme, dass Haushalte ein ausgewogenes Verhältnis von bestimmten Gütern präferieren, und dass mehr immer besser ist als weniger, versuchen die Haushalte, die Übereinstimmung ihrer Wünsche mit dem zur Verfügung stehenden Budget zu erzielen. Graphisch zeigt sich dis im Schnittpunkt der höchstmöglichen Indifferenzkurve und der Budgetgeraden.

Marketing Bearbeiten

Im Marketing kommt den Haushalten bei der Konsumentenforschung eine wichtige Rolle zu. Man unterscheidet hierbei die Haushalte beziehungsweise die Familien nach verschiedenen Lebenslagen, auch Familienzyklen genannt. Diese sind:

  • ledig, alleinstehend
  • lediges Paar
  • lediges Paar mit Kindern
  • verheiratetes Paar ohne Kinder
  • verheiratetes Paar mit Kindern,
  • verheiratetes Paar, Kinder aus dem Haus.

In den einzelnen Stadien werden die Bedürfnisse und Konsumpräferenzen anders gewichtet. Jedes einzelne Stadium kann als eigene Zielgruppe gesehen werden. Wichtig sind hierbei sowohl die Charakteristika von Kaufentscheidungen innerhalb einer Familie als auch die Unterscheidung der einzelnen sozialen Rollen.

Aus verschiedenen Erkenntnissen im Bereich der Konsumentenforschung kann man sagen, dass

  • Männer einen starken Einfluss bei Gebrauchsgütern haben, die außerhalb des Hauses verwendet werden und/oder technisch komplex sind,
  • Frauen einen starken Einfluss bei Gebrauchsgütern haben, die innerhalb des Hauses verwendet werden,
  • Kinder einen sehr hohen Einfluss ausüben, sowohl aktiv als auch passiv,
  • bei Dingen mit gemeinsamer Nutzung und großer Bedeutung gemeinsam entschieden wird,
  • in mittleren sozialen Schichten mehr gemeinsam entschieden wird als in unteren oder oberen Schichten,
  • die gemeinsammen Entscheidungen mit fortschreitendem Familienzyklus abnehmen.