FANDOM


Boden bezeichnet einen der drei klassischen Produktionsfaktoren der Volkswirtschaft, die anderen beiden sind Arbeit und Kapital. Aus der frühen Zeit der Ökonomie entstand die Vorstellung, dass sämtlichen wirtschaftlichen Tätigkeiten auf diese drei Faktoren zurückzuführen seien. Im 18. Jahrhundert, zu Zeiten der ersten ernsthaften wirtschaftlichen Überlegungen, stand der Faktor Boden für die Ertragskraft des landwirtschaftlichen Sektors. Boden steht für die Ergiebigkeit der natürlichen Komponente, auf die der Mensch nur bedingt Einfluss ausüben kann. Mit der Erkenntnis der Drei-Felder-Wirtschaft endeten die Leistungssteigerungspotenziale des Faktors und er wurde mehr oder weniger als konstant betrachtet. Mit der Industrialisierung verlagerte sich die Gewichtung der drei Produktionsfaktoren erheblich in Richtung Kapital. Die Landwirtschaft war auf diesen Faktor wesentlich mehr angewiesen als auf den Faktor Boden, und ist es auch heute noch.

In jüngerer Zeit verliert der Faktor stets weiter an Bedeutung und wird immer mehr durch den Stand des technischen Fortschritts ersetzt. Auch der Faktor Wissen gewinnt zunehmend an Bedeutung.