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Bilanz
Aktiva Passiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Eigenkapital
Fremdkapital
Summe

Die Bilanz ist neben der Gewinn- und Verlustrechnung eine tabellarische Zusammenfassung der wirtschaftlichen Aktivitäten eines Unternehmens. Sie zeigt auf, woher das Unternehmen seine Mittel (hauptsächlich gemeint sind Finanzmittel) bezieht und wie sie verwendet werden. Die Bilanz ist aufgeteilt in die beiden Spalten Aktiva und Passiva, die beide in ihrer Summe den gleichen Wert tragen, das bedeutet, dass das herangezogene Kapital (Passiva) auch im gleichen Maße verwendet werden muss (Aktiva).

Die Bilanz erfüllt drei Funktionen:

  • Sie dokumentiert das wirtschaftliche Geschehen des Unternehmens rückwirkend auf die Vorjahresperiode.
  • Sie informiert potenzielle Interessenten über die Aktivitäten des Unternehmens.
  • Sie ermittelt den Gewinn, der für die Berechnung von Steuern und Dividenden herangezogen wird.

Eine stark vereinfachte Bilanz besteht prinzipiell lediglich aus vier Bilanzposten. Auf der Aktivseite weist das Anlagevermögen aus, über welche Mittel und Kapazitäten das Unternehmen für die Produktion seiner Waren und Dienstleistungen verfügt, während das Umlaufvermögen diejenigen Wertgegenstände aufweist, die dem Unternhemen kurzfristig dienlich sind und deren Bestand sich durch Zu- und Abnahmen stetig ändert. Auf der Passivseite wird dargestellt, wie hoch das Eigenkapital der Unternehmung ist und wieviel Fremdkapital aufgenommen wurde. Somit zeigt die Aktivseite den materiellen Wert, während die Passivseite die monetäre Perspektive darstellt, wobei aber dies nur verallgemeinernd zutrifft und auch Ausnahmen gelten. Die Bilanzsumme ist eine Kennzahl, die in eingeschränktem Maße als Vergleich mit anderen Unternehmen gleicher Branchen herangezogen wird.

In der Summe müssen beide Seiten im Gleichgewicht sein, also einen deckungsgleichen Betrag aufweisen. Diese vereinfachende Darstellung wird in der Realität eines Unternehmens, abhängig von zahlreichen Einflussfaktoren wie Branche, Größe oder Strategie, durch zahlreiche Untergliederungspunkte erweitert und aufgespalten.

In die Bilanzposten fließen sämtliche Vermögensgegenstände zu ihrem Buchwert ein, der beim Anlangevermögen meistens den Anschaffungs- oder Herstellungskosten entspricht. Bei Kapital wird oft der Fair Value herangezogen.