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Bedürfnispyramide Maslow

Die Bedürfnispyramide wurde von Abraham Maslow entwickelt und stellt ein sehr häufig herangezogenes Konzept zur Erklärung menschlicher Bedürfnisse und Motivationen dar. Sie konstatiert, dass Menschen erst die Bedürfnisse einer Ebene erfüllen, bevor sie sich denen der nächsthöheren Stufe widmen. Solange ein Bedürfnis einer Ebene noch nicht volends erfüllt ist, sind die nächsthöheren Bedürfnisse noch nicht erstrebenswert und werden demnach nicht in Erwägung gezogen. Ist eine Ebene hingegen vollends erfüllt, entsteht die Motivation für die nächste Ebene.

Beispiele für die Ebenen Bearbeiten

  1. Physiologische Bedürfnisse: Dazu gehören Existenzbedürfnisse wie Schlaf, eine Unterkunft, Kleidung und Nahrung. Ohne sie kann der Mensch nicht leben.
  2. Sicherheit: Hierzu gehören die Absicherung gegenüber Risiken, Gesundheit, Recht und Ordnung, et cetera.
  3. Soziale Bedürfnisse: Familie und Freunde, die Wahrung positiver Beziehungen, Kommunikation, Intimität.
  4. Prestige: auch Individualbedürfnisse genannt. Ansehen, Wahrnehmung und Wertschätzung durch Andere, Wohlstand, Einfluss, Erfolg.
  5. Selbsverwirklichung: Hierzu fallen Dinge, die zur eigenen Glückseligkeit führen, also Hobbies und Interessen, Individualismus, Persönlichkeitsentfaltung.

Die ersten drei Stufen (und Teile der vierten) nennt man auch Defizitbedürfnisse. Sie sind durch das Fehlen eines bestimmten Guts gekennzeichnet. Erst wenn dies erfüllt wurde, wendet sich die Motivation hin zu etwas anderem. Wer auf der Suche nach einer Arbeitsstelle ist, wird sein Möglichstes dafür tun, eine zu finden. Hat er sie, wird er keine Zweite benötigen. Die fünfte Stufe hingegen (und Teile der vierten) ist ein unstillbares Bedürfnis. Menschen streben ohne Unterlass nach ihrer Erfüllung.

Vorteile Bearbeiten

  • einfach und verständlich
  • Nachvollziehbarkeit
  • anschauliche Darstellung

Nachteile Bearbeiten

  • Sequentielles Abarbeiten der Ebenen ist in der Realität kaum beobachtbar
  • Vielmehr treten verschiedene Bedürfnisse gleichzeitig auf, die auch gleichzeitig erfüllt werden müssen und können.
  • Vernachlässigt bewusste und unbewusste Bedürfnisse.