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Der Arbeitsmarkt ist der Ort, auf dem Arbeit als Produktionsfaktor gehandelt wird und der die Übereinkunft von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage regelt. Auf ihm pendelt sich das Verhältnis von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit ein. Die Bundesagentur für Arbeit befasst sich mit dem Arbeitsmarkt und der Zuteilung von erwerbsfähigen Arbeitnehmern auf freie und vorhandene Arbeitsplätze. In Deutschland herrscht zur Zeit ein Überschussangebot an Arbeitskräften, das bedeutet, es existiert Arbeitslosigkeit.

Der Arbeitsmarkt ist der am häufigsten herangezogene Markt zur Erklärung und Begründung von Marktversagen, weil er kein Gleichgewicht erzielt und somit immer wieder reguliert werden muss. Er wird oftmals im Rahmen von wirtschaftspolitischen Maßnahmen stimuliert, um dieses Verhältnis in sozial erwünschte Bahnen zu lenken und im Idelafall für Vollbeschäftigung zu sorgen.

Anbieter und Nachfrager Bearbeiten

Entgegen der Intuition handelt es sich bei den Anbietern des Faktors Arbeit nicht um die Unternehmen, sondern die Haushalte, da sie ihre Arbeitsleistung zu einem bestimmten gewünschten Preis, in diesem Fall dem Lohn oder dem Gehalt anbieten. Die Unternehmen fragen diese Arbeitsleistung nach, weil sie diese für ihre Produktion benötigen. Bei Diskrepanzen und Unstimmigkeiten der Vorstellungen bezüglich des Entgelts der Arbeitsleistung entsteht Arbeitslosigkeit und somit ungenutztes Produktionspotenzial.

Dynamik Bearbeiten

Aufgrund laufender und permanenter Reallokation von Arbeitsangebot und -nachfrage in Folge von Einstellungen und Freisetzungen von Arbeitskräften ist der Arbeitsmarkt in ständiger Bewegung. Eine Erfassung der aktuellen Quoten von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit ist demnach immer nur für einen Zeitpunkt der Vergangenheit möglich, selbst wenn es nur der vorangegangene Tag ist. Der Anzahl der Beschäftigten steht eine verhältnismäßig kleine Gruppe an Arbeitslosen gegenüber. Durch Einstellungen erhöht sich die Zahl der Beschäftigungen und sinkt diejenige der Arbeitslosen, et vice versa.